Dernium Send
Dateien sicher an andere weiterreichen - schon auf Ihrem Rechner verschlüsselt, bevor sie unsere Server erreichen. Sie bestimmen Ablauf und Zugriff; den Inhalt können wir nicht entschlüsseln.
So einfach erklärt
Das Problem
Sensible Dateien per E-Mail oder Consumer-Cloud zu verschicken ist heikel: Anhänge landen in fremden Rechenzentren, bleiben in Postfächern liegen und lassen sich kaum zurückholen.
Ihre Lösung
Send verschlüsselt die Datei bereits auf Ihrem Rechner und stellt einen Link bereit, den nur der Empfänger öffnen kann. Sie bestimmen Ablauf und Zugriff; den Inhalt können selbst wir nicht lesen.
So sieht das im Alltag aus
- Sie schicken Ihrem Steuerberater vertrauliche Unterlagen über einen Link, der nach dem Abruf oder nach einer Frist automatisch verfällt.
- Eine Datei ist zu groß für die E-Mail: Sie teilen sie verschlüsselt per Link statt über einen Consumer-Cloud-Dienst.
- Ein Vertrag soll nur eine bestimmte Person öffnen können - Sie schützen den Link zusätzlich mit einem Passwort auf einem zweiten Weg.
- Dateien sicher teilen: im Browser verschlüsselt, wir sehen sie nie entschlüsselt
- Automatisches Ablaufen nach Tagen und Abrufanzahl - die Datei verschwindet selbst
- Optional mit zusätzlichem Passwort, das Sie auf einem zweiten Weg mitteilen
- Server in Deutschland, auch auf richterliche Anordnung nicht entschlüsselbar
Häufige Fragen und Details
Warum es keinen kostenlosen Tarif für Send gibt
Datei-Tausch-Plattformen sind ein bekanntes Werkzeug für die Verbreitung von Schadsoftware und rechtswidrigen Inhalten. Anonyme Konten sind dabei ein offensichtlicher Verstärker. Wir koppeln Send deshalb bewusst an einen Bezahl-Tarif: das hängt jeden Versand an eine zahlende Person und erschwert Missbrauch erheblich. So schützen wir nicht nur uns sondern auch unsere Kunden.
Warum die Speicher-Limits bewusst klein sind
Pro Datei sind je nach Paket 500 MB, 1 GB oder 2 GB möglich, der Gesamtspeicher liegt bei 2 GB, 5 GB oder 10 GB. Das reicht für PDFs, Office-Dokumente, Bauzeichnungen, Foto-Stapel und übliche Geschäfts-Anhänge - die Anwendungsfälle, für die Send gedacht ist. Was es bewusst nicht abdeckt: Video-Verbreitung. Genau die ist der Vektor, über den Datei-Tausch-Dienste typischerweise für die Verbreitung strafbarer Inhalte (insbesondere CSAM) und für Schadsoftware-Kampagnen missbraucht werden. Kleine Limits machen Send als Missbrauchs-Werkzeug unattraktiv, ohne legitime Geschäfts-Nutzung einzuschränken. Wer für einen legitimen Zweck mehr braucht - z.B. eine Mediaagentur, die regelmäßig Schnittfassungen austauschen will, oder ein Architekturbüro mit großen 3D-Modellen - kann mit uns einen individuellen Tarif mit erhöhten Limits verhandeln. Das geht gegen Aufpreis und immer nach Beratungsgespräch; wir wollen wissen, wofür, bevor wir die Tür öffnen.
Das Meldesystem ist ernst gemeint
Auf jeder Download-Seite finden Sie einen "Diese Datei melden"-Knopf. Bei klaren Fällen (offensichtlich strafbarer Inhalt) ist unser Ziel eine Operator-Entscheidung innerhalb von 24 Stunden, in Grauzonen längstens 14 Tage. Wir sperren nicht automatisch auf den ersten Klick - sonst wäre der Melde-Knopf selbst ein Missbrauchs-Vektor, mit dem jeder unliebsame Inhalte abschalten könnte. Stattdessen sichtet ein Mensch die Meldung, gibt dem Hochladenden Gelegenheit zur Stellungnahme und entscheidet gemäß DSA Artikel 17 begründet. Wer wiederholt rechtswidrige Inhalte hochlädt, verliert das Recht zum Hochladen ganz.
Was wir speichern, was wir löschen
Ihre Datei wird im Browser verschlüsselt - wir sehen nur Ciphertext. Den entschlüsselten Inhalt sehen ausschließlich die Empfänger des Links. Was wir technisch speichern: welches Konto wann eine Datei hochgeladen hat (an Ihren zahlenden Account gebunden - das ist unser Missbrauchs-Anker), die verschlüsselte Dateigröße, wie oft die Datei abgerufen wurde und wann sie abläuft. Eine IP-Adresse des Hochladenden protokolliert der Send-Dienst dabei nicht. Diese Metadaten werden zusammen mit der Datei gelöscht, sobald der Send abläuft - je nach Paket nach spätestens 7, 14 oder 30 Tagen. Bei begründeten behördlichen Anordnungen (etwa einer Bestandsdatenauskunft nach § 100j Strafprozessordnung) sind wir verpflichtet, die bei uns vorhandenen Bestandsdaten herauszugeben - das gilt für jeden deutschen Anbieter und ist keine Eigenheit unserer Plattform. Den Dateiinhalt selbst können wir mangels Schlüssel nicht herausgeben, und eine Uploader-IP halten wir nicht vor.
Abgrenzung zu Dernium Note
Note ist für kurze Texte, die nach einmaligem Lesen verschwinden - ein Zugangsdaten-Hinweis, eine Notfall-Information. Send ist für Dateien beliebigen Typs, mit Ablauf nach Tagen statt Sekunden, mit konfigurierbarer Anzahl Abrufe und mit dem dazugehörigen Missbrauchs-Schutz. Beide nutzen denselben kryptografischen Grundsatz "der Server sieht keinen Klartext", aber für unterschiedliche Anwendungsfälle.
Was Send bewusst nicht ist
Kein Cloud-Speicher zum Aufbewahren - die maximale Gültigkeit liegt je nach Paket bei 7, 14 oder 30 Tagen, das ist eine harte Obergrenze und keine verhandelbare Option. Kein Massenverteiler - wer eine Datei an hundert Empfänger schicken will, dem schicken wir eine Hochladestelle, kein Werkzeug zur Streuung. Keine Plattform für anonyme Veröffentlichungen - wer das braucht, ist bei spezialisierten Whistleblower-Plattformen besser aufgehoben.
Wenn etwas schiefgeht
Sie haben ein Beschwerdeverfahren nach Digital Services Act Artikel 20: Sperrentscheidungen können Sie binnen sechs Monaten überprüfen lassen, mit menschlicher Sichtprüfung. Sollten Sie mit unserer internen Entscheidung nicht einverstanden sein, steht Ihnen die außergerichtliche Streitbeilegung über eine zertifizierte Stelle offen. All das steht ausführlich in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen, in lesbarem Deutsch.
Compliance-Hooks
Eingehende Inhalts-Meldungen folgen DSA Art. 16: über das Meldeformular kann jeder ohne Account einen Send-Inhalt als rechtswidrig melden. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: weder Dernium noch Behörden können Inhalte sehen, ohne den Schlüssel zu besitzen, den nur Sender und Empfänger kennen. Quartalsweise aggregiert im Transparenzbericht.
Was in welchem Paket steckt
Dieselbe Paketstufe gilt für alle Werkzeuge des Konto-Bündels - eine Rechnung, eine Entscheidung. Die vollständige Matrix finden Sie auf der Pakete-Seite.
In diesem Paket nicht enthalten.
500 MB pro Datei, 2 GB Gesamtspeicher (gelöschte Sends machen Platz frei), max. 50 Abrufe pro Datei, bis zu 7 Tage gültig
1 GB pro Datei, 5 GB Gesamtspeicher, max. 100 Abrufe pro Datei, bis zu 14 Tage gültig
2 GB pro Datei, 10 GB Gesamtspeicher, max. 250 Abrufe pro Datei, bis zu 30 Tage gültig
Anleitung für Hochlader und Empfänger
Hochladen, Lifetime und Aufrufe einstellen, Link verschicken - und auf der Empfänger-Seite das Stolpersteine-Heft mit Link-Vorschauen und „Datei nicht mehr verfügbar"-Diagnostik.
Zur Anleitung